read-369040_1280

Warum Veränderungen so schwer sind

Wieso sind Veränderungen so verdammt schwer?

Wieso wünschen wir uns, bestimmte Bereiche in unserem Leben zu verändern, um erfolgreicher, glücklicher und zufriedener zu sein und warum gelingt es uns so oft nicht?

Oh ja, tief in uns, da wissen wir, dass so viel mehr möglich ist! Da sitzt diese Sehnsucht in uns, die sich immer wieder bemerkbar macht und die uns in bestimmten Momenten spüren lässt, dass wir so viel mehr sind,als wir in unserer derzeitigen Realität erleben!

Und wir denken uns, ok, jetzt drehen wir unser Leben, ab jetzt wird alles anders! Heute, genau heute fängt mein neues Leben an……..
Vielleicht motiviert uns unsere Begeisterung auch noch ein, zwei Tage und wir schmieden eifrig Pläne, sehen unsere Ziele in den schillerndsten Farben vor uns, fühlen uns voller Power und Vorfreude……

Und dann?

Dann setzen sich wieder unsere bisherigen Gewohnheiten durch. Dann denken, handeln und fühlen wir wieder so wie bisher

und nichts hat sich geändert!

Doch woran liegt das? Wieso verpufft all unsere wunderbare Energie ins scheinbare Nirgendwo?

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren Erklärungen dafür gefunden.

Zum einen sind unsere neuronalen Netzwerke dafür verantwortlich. Wir haben von Beginn an entsprechend unserer Erfahrungen neuronale Verbindungen geknüpft.
Haben wir schon sehr früh unsere Erfahrungen dementsprechend interpretiert, dass wir uns sagten, „ich bin nicht gut genug!“ oder „ich bin nicht liebenswert!“ haben wir in unserem Gehirn entsprechende neuronale Vernetzungen aufgebaut.

Und genau diese Überzeugungen sehen wir dann immer wieder in unserem Leben bestätigt!

Denn unser Gehirn ist in der Lage jede Sekunde etwa 400 Milliarden Informationsbits zu verarbeiten, allerdings nur 2000 bewusst. Bis Du jetzt den nächsten Satz liest, wird Deine bewusste Wahrnehmung sicherlich nicht darauf ausgerichtet sein, wie sich der Boden unter Deinen Füßen anfühlt. In dem Moment, in dem Du diesen Satz gelesen hast, wird Deine Aufmerksamkeit mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zu Deinen Füßen gelenkt worden sein.

Genauso nimmst Du unglaublich viele Eindrücke um Dich herum nicht bewusst wahr, wie die Lufttemperatur, das Brummen des Kühlschranks, die Lichtreflexion neben Dir auf dem Tisch, denn ansonsten würde Dein System innerhalb kürzester Zeit „durchbrennen“ aufgrund zu vieler Informationen gleichzeitig.

Wie wird entschieden, welche 2000 Bits wir bewusst wahrnehmen?

Aufgrund Deiner bisherigen Erfahrungen hast Du entsprechende Filter entwickelt, die darüber entscheiden, welche Informationen für Dich notwendig und wichtig sind. Dein Gehirn ist evolutionär erstmal auf das Überleben ausgerichtet. Also werden Deine Filter so eingestellt sein, dass sie sich auf mögliche Gefahren ausrichtet, vor denen Du glaubst, Dich schützen zu müssen.
Und sie werden Dir immer wieder das bestätigen und zeigen, was Du tief in Dir bisher verankert hast. Deine Wahrnehmung bestätigt Dir die Richtigkeit Deiner Gedanken.

Jedoch ist das so, als ob Du eine Brille trägst, welche Dir aufgrund Deiner bisherigen Überzeugungen genau die Welt zeigt, die diesen entspricht.

girl-1571821_1920

Und jeder Gedanke, der den bisherigen entspricht, verstärkt das neuronale Netzwerk und sorgt dafür, dass Du automatisch immer wieder mit denselben Gedanken, Gefühlen und Handlungen reagierst.

Ausserdem löst in Deinem Gehirn jeder Gedanke chemische Stoffe aus, die in Deinem Körper die entsprechenden Gefühle auslösen. Der Körper hat sich an diese chemischen Stoffe gewohnt, sie fühlen sich für ihn vertraut an. Selbst wenn Du die dazu gehörigen Gefühle als unangenehm empfindest und sie verändern möchtest.

Was passiert, wenn Du plötzlich beginnst, anders zu denken, zu fühlen und zu handeln?

Deinem Körper fehlen die entsprechenden chemischen Stoffe, die er gewohnt ist, zu erhalten. Du wirst Dich unwohl fühlen, bist sozusagen auf Entzug. Und Dein Körper wird Dir sagen:“Hey, hier stimmt was nicht. Wo ist mein gewohntes Gefühl, wo ist mein Unglücklichsein, was soll denn hier diese Lebensfreude? Wo sind meine entsprechenden Stoffe?“

Und kaum denkst Du wieder Deine bisher gewohnten Gedanken, stellt sich das vertraute Gefühl wieder ein. Das fühlt sich ein bißchen an wie nach Hause kommen. Die Welt ist wieder so, wie wir sie kennen, auch wenn das bedeutet, dass sie nach wie vor etwas grau und unbefriedigend ist.

Wenn Du Dir wirklich Veränderungen wünschst, dann ist es notwendig, über Deine bisherige Realität hinaus zu denken und zu fühlen. Es ist notwendig, solange neue Gedanken zu denken und die neuen Gefühle zuzulassen, bis Dein Körper sich daran gewöhnt hat. Wenn man dies konsequent durchführt, braucht man ca. 21 Tage um neue Vernetzung aufzubauen.

Denn aus Deinen bisherigen Denkmustern und den daraus resultierenden Gefühlen und Handlungen ist eine entsprechende Geisteshaltung entstanden. Und diese Geisteshaltung ist verantwortlich für die Realität, die Du in Deinem Leben immer wieder auf´s Neue verursachst.

Diese Geisteshaltung entspricht Deinem jetzigen SEIN. Und Dein SEIN ist verantwortlich für die Ergebnisse in Deinem Leben.

Sich eine Veränderung in seinem Leben zu wünschen, ist leider nicht ausreichend. Und auch nicht, sich wie wild für die entsprechenden Veränderungen abzumühen und sich anzustrengen kann nichts verändern, solange man die entsprechende Geisteshaltung verinnerlicht hat.

Doch wenn Du Dein innere Haltung veränderst und beginnst, entsprechend zu denken und zu fühlen als würdest Du bereits das gewünschte Leben führen, dann werden sich auch wirklich die Veränderungen einstellen, die Du Dir wünschst.

Deine Wahrnehmungsfilter werden sich verändern und mit einem Mal hast Du das Gefühl, die Welt um Dich herum hat sich verändert. Und mit einem Mal werden Dinge geschehen, die Du vielleicht als Wunder bezeichnen würdest, die aber nur die konsequente Entsprechung Deines neuen SEINS bedeuten.

Und dann beginnt es richtig Spaß zu machen!

Hier 7 Punkte, um die ersten Schritte zu Deinem neuen Selbst zu gehen:
  1. Werde Dir klar darüber, was Du wirklich willst.
  2. Triff eine klare Entscheidung für Dich.
  3. Identifiziere Deine bisherige Geisteshaltung, Deine Gedanken, Gefühle und Handlungen.
  4. Mache sie Dir in Deinem Alltag immer wieder bewusst und stoppe sie.
  5. Überlege Dir, welche Gedanken Du denken würdest, wenn Du bereits Dein neues Selbst wärst.
  6. Setze Dir Reminders, die Dich immer wieder bewusst an Dein neues Sein erinnern.
  7. Bleibe so lange dabei, bis sich Deine neuen Denkmuster etabliert haben.

Wenn Du intensiver damit arbeiten möchtest, kannst Du Dir hier meine 15 Fragen für Dich holen. Klicke hier.

Und wenn Du es wirklich ernst meinst, dann unterstütze ich Dich sehr gerne mit meinem Onlinkurs „TIME FOR CHANGE!“, in dem es genau darum geht, in 30 Tagen ein neues Selbst zu entwickeln und zu verinnerlichen, damit Du die Resultate in Deinem Leben bewirkst, die Du auch wirklich willst. Klicke hier.

Ganz herzliche Grüße

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

 

 

 

 

 

hipster

Veränderungen und warum sie uns so schwer fallen

Was wir denken, strahlen wir aus und ziehen wir an!

Eigentlich eine tolle Sache und es gibt unzählige Bücher und rießige Motivationsveranstaltungen die genau dies versprechen.

Du brauchst es Dir nur vorzustellen und dann kannst Du es in Deinem Leben realisieren.

Doch ganz so einfach ist es nicht.

Es funktioniert, aber es gehört etwas mehr dazu!

Denn es ist nicht ausreichend, Dir mit einem Tagesbewusstsein etwas zu wünschen und dann darauf zu warten.

Unser Bewusstsein ist so aufgebaut, dass Dein Tagesbewusstsein ca. 5% und Dein Unterbewusstsein ca. 95% ausmachen.

Veit Lindau hat in seinem Buch „werde verrückt“  http://veitlindau.com/buch/werde-verrueckt/ ein sehr schönes Bild gebraucht um den Zusammenhang zwischen Tagesbewusstsein und Unterbewusstsein darzustellen.

Das Tagesbewusstsein stellt er als ein Schnellboot dar, das schnell auf Impulse reagiert. Du nimmst Dir ein Ziel vor und preschst voller Begeisterung in die entsprechende Richtung.

speedboat-3862_640

Das Unterbewusstsein stellt er als ein schwerfälliges U-Boot dar, dass in den Tiefen des Meeres schwimmt. Dieses U-Boot ist mit dem Schnellboot durch ein Seil verbunden. Und immer wenn das Schnellboot voller Begeisterung davon prescht, um etwas Neues zu umzusetzen, lässt das U-Boot dem Schnellboot erstmal das Vergnügen, aber dann tuckert es seelenruhig in die bisherige Richtung weiter. Und das Schnellboot kann sich abrackern, so viel es will, ohne tatsächlich Fortschritte zu machen.

Deswegen ist es bei weitem nicht ausreichend, sich etwas einige Male vorzustellen.

Du musst Dein Unterbewusstsein davon überzeugen!

Und das funktioniert, in dem Du immer mehr zu dem wirst, der die Ziele und Wünsche bereits erreicht und erlebt.

Wie funktioniert das?

Pro Sekunde gelangen 11 Millionen Bits  an Informationen über die Sinnesorgane in unser Gehirn. Bewusst verarbeitet werden können aber lediglich 15-50 Bits pro Sekunde. Dies entspricht 15 mm in Verhältniss zu 11 km.

Aber was oder wer entscheidet, welche Informationen bewusst wahrgenommen werden?

Dafür sind Deine Filter verantwortlich, die Du aufgrund Deiner Erfahrungen, Glaubenssätze, Überzeugungen und Deiner täglichen Gedanken und Gefühle installiert hast.

Das bedeutet, Du nimmst Deine ganz persönliche, subjektive Realität wahr.

So viele andere Möglichkeiten werden unbewusst von Dir ausgefiltert.

Welche Abläufe sind dafür in Deinem Körper verantwortlich?

Wir haben bestimmte Gedanken und diese sorgen dafür, dass diesen Gedanken entsprechende chemische Stoffe ausgeschüttet werden, die in unserem Körper entsprechende Gefühle auslösen. Und diese Gefühle bewirken wiederum, das wir entsprechende Gedanken denken.

Und mit jedem dieser Gefühle und Gedanken werden die bereits bestehenden neuronalen Verbindungen noch fester verschaltet.

Du kannst Dir das auch gerne wie eine Autobahn vorstellen.

highway-332361_1280

Durch die oben beschriebene Gedanken – Gefühle – Schleife hast Du Deine neuronalen Vernetzungen zu einer großen, breiten Autobahn ausgebaut. Und bei jedem neuen Impuls gelangst Du direkt und normalerweise ganz unbewusst auf dieser Autobahn und bewertest die Situation entsprechend Deiner bisherigen Denkmuster.

Bei Dir wird sozusagen ein Knopf gedrückt und automatisch werden die entsprechenden Gedanken, Gefühle und Handlungen ausgelöst.

 somit erschaffst Du immer wieder die selbe vertraute Realität

Wenn Du Deine Gedanken und somit auch Deine Gefühle verändern möchtest, wirst Du erstmal mit einem kleinen Trampelpfad anfangen. Mit Deinen neuen Gedanken und Gefühlen knüpfst Du erste neue Verbindungen innerhalb Deines neuronalen Netzwerk.

weg

Und genau hier ist es notwendig, sehr achtsam und bewusst auf die eigenen Gedanken zu achten.

Denn unsere bisherigen Gedanken und Gefühle, bzw. die entsprechenden Verknüpfungen haben den Effekt eines starken Gummibandes.

Wenn Du nicht bewusst darauf achtest, werden sie Dich immer wieder in die alten Muster zurück ziehen und Du wirst automatisch immer wieder auf Deiner bequemen Autobahn landen und Dein kleiner Trampelpfad wird wieder zuwachsen.

Wie kannst Du Deinen neuen, kleinen Trampelpfad weiter ausbauen bis aus ihm eine breite Autobahn geworden ist, auf der Du ganz automatisch landest?

Kannst Du Dich noch erinnern, wie Du das Autofahren gelernt hast?

Zu Beginn musstest Du alles noch sehr bewusst tun. Wann muß man kuppeln, die Gangschaltung betätigen und bitte welchen Gang wann, gleichzeitig den Blinker setzen und und und.

Heute laufen all diese Handlungsabläufe wahrscheinlich ganz automatisch bei Dir ab. Du musst nicht mehr überlegen, wann Du welche Handlungen ausführst. Und Du kannst dabei sogar alles mögliche andere tun. Kaffee trinken, Deine Kinder unterhalten, über den bevorstehenden Tag nachdenken …

Genauso funktioniert es, wenn Du die Qualität Deiner Gedanken und Gefühle verändern möchtest. Zuerst ist es eine bewusste Entscheidung und eine bewusste Umsetzung. Aber mit der Zeit haben sich Deine neuronalen Vernetzungen soweit verändert, dass Du Dich ganz unbewusst auf Deine Wünsche und Ziele ausrichtest.

Hier eine Kurzanleitung für die Veränderung der Qualität Deiner Gedanken

Es ist sehr hilfreich, in einem möglichst enspannten Zustand zu sein, wenn man sein Mindset möchte. Hier findest Du eine Anleitung, wie Du in einen entspannten Alphazustand gelangen kannst.

Mache Dir Deine bisherigen limitierenden Denkmuster und die entsprechenden Gefühle bewusst. Beobachte sie ohne sie zu bewerten.

Visualisiere das gewünschte Ziel, den gewünschten Zustand möglichst lebendig.

Setze Dich intensiv damit auseinander, wie Du Dich fühlen wirst, wenn Du Dein Ziel erreicht hast.

Wie Du denken wirst, wenn Du Deinen gewünschten Zustand erreicht hast.

Und dann beginne immer mehr zu Deinem gewünschten Sein-Zustand zu werden.

Ich habe für Dich 15 Fragen zusammen gestellt, die Dich dabei unterstützen werden, Dein Mindset auf Deine Wünsche und Ziele auszurichten. Klicke bitte hier :-)

Wenn Du eine intensivere Unterstützung wünschst, dann würde ich mich sehr freuen, auf einem meiner Workshops anhand meines Konzeptes mit Dir gemeinsam ein umfassendes und individuelles Workbook zu entwickeln, dass Dich dabei unterstützt und anleitet Dein Mindset auf Deine ganz persönlichen Ziele auszurichten.

Wenn Du interessiert bist, dann klicke bitte hier :-)

Beginne bitte freier, größer, kreativer, kraftvoller und genialer über Dich selber zu denken.

Denn es ist so viel mehr möglich!

Ich habe es bereits so oft erlebt. Bei mir selber und bei so vielen meiner Teilnehmer.

Ganz herzliche Grüße

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

woman-1006100_1280

Gelegentlich ein „Ströphchen heulen“

 

Wir leben in einer  Happy-Gesellschaft.

Wir sind immer alle gut drauf, sitzen strahlend in unsern flatternden Kleidchen auf Schaukeln, das Leben ist wunderbar und uns fällt alles leicht.

Nicht jammern, denn dann ziehen wir schlechte Ergebnisse an.

Positiv Thinking, dann wird alles gut.

Wenn das Leben Dir Zitronen schickt, dann mach Limonade draus…..

Aber es geht uns eben auch mal schlecht. Und es gibt kaum Menschen, die ohne Verletzungen durch´s Leben gehen.

Es gibt Tage, da läuft eben mal alles schief.

Du hast Dich wahnsinnig in etwas hinein gekniet und es will einfach nicht den Erfolg bringen, den Du Dir erhofft hast.

Es gibt Tage, da fällt das Marmeladenbrot eben fünfmal mit der Marmeladenseite auf den Boden.

Oder Du bist einfach mal schlecht drauf, keiner kann es Dir recht machen und alle sind eben gerade mal doof und gehen Dir auf die Nerven.

Du fühlst Dich überfordert und alles wächst Dir über den Kopf.

Und da gibt es noch die großen Krisen. Du wirst verlassen, verlierst Deinen Job, Du bemühst Dich so sehr um eine Veränderung, aber es will nicht gelingen…

Da sind diese schweren Gefühle, Angst, Trauer, Wut, Ohnmacht…..

Du erinnerst Dich an all die guten Ratgeber in denen steht: „erfolgreiche Menschen jammern nicht, sie sind lösungsorientiert und überlegen, wie sie das Beste aus dieser Situation machen können.“

Ja, das unterschreibe ich auch, aber erst als übernächsten Schritt.

Denn wenn Du jetzt ein gequältes Lächeln aufsetzt und so tust, alles wäre alles super und Dich tapfer bemühst  ein erfolgreiches  Mitglied der Happy-Gesellschaft zu sein, dann betrügst Du Dich selber, bist alles andere als authentisch und schadest Dir massiv selber.

Stelle Dir doch bitte mal vor, ein kleines Kind fällt hin und verletzt sich am Knie.

Was würdest Du tun?

Dem Kind sagen, dass es nicht so schlimm ist, das es tapfer sein soll, ein Indianer kennt keinen Schmerz, dass die Schmerzen wieder vergehen oder das die Wunde wieder verheilt ist bis es heiratet.

Das Kind möchte aber in den Arm genommen und getröstet werden. Es möchte, dass wir seine Schmerzen und sein Leid ernst nehmen.

Und genauso geht es auch unserem inneren Kind. Wenn wir Schmerzen haben, verletzt oder enttäuscht sind, dann will es mit all diesen Gefühlen wahrgenommen werden. Dann braucht dieses Gefühl Aufmerksamkeit und möchte nicht in die letzte Ecke unseres Bewusstseins verbannt werden.

wasserball

Wenn Du Deine schmerzhaften Gefühle unterdrückst

Du kannst Dir diese Gefühle auch wie einen Wasserball vorstellen. Du versuchst ihn unter Wasser zu drücken und dort zu halten,  musst dafür jedoch ständig eine enorme Menge an Energie aufwenden.

Und bist Du gerade mal abgelenkt und passt nicht auf, zack! fliegt Dir dieser Wasserball mit all der Kraft, die Du vorher aufgewendet hast, um ihn unten zu halten, um die Ohren.

Und dann bist Du Deinen Ängsten, Deiner Wut oder Deiner Hilflosigkeit plötzlich haltlos ausgeliefert und sie überrollen Dich.

Dein inneres Kind, das verletzte oder das wütende übernehmen die Kontrolle und lassen Dich Dinge tun oder sagen, die Du im nachhinein eventuell bereust und Dir zu allem Überfluss auch noch Schuldgefühle verursachen.

Den Schmerz zulassen

Eine liebe Freundin aus Düsseldorf hat dafür bei uns in der Familie den Begriff „ein Ströphchen heulen“ etabliert.

Diesen Schmerz und die Trauer zulassen, sich auf der Couch unter der Kuscheldecke einmuckeln, mit der traurigsten playlist, die Dein Smartphone zu bieten hat und mal richtig ausheulen. Sich mal richtig in dieses Mitgefühl, temporär auch gerne mal gepaart mit richtig dramatischen Selbstmitleid, hineinfallen lassen und solange heulen, bis alle Tränen weggeweint sind und nur noch ein leises Schniefen übrig bleibt.

Ohne Dich in der Geschichte, die Deine Gefühle ausgelöst haben, zu verlieren. Spüre einfach nur dieses Gefühl, nimm wahr, dass es weh tut, lass es richtig groß werden, nimm wahr, wo in Deinem Körper Du diesen Schmerz körperlich spürst. Einen Kloß im Hals, enge in der Brust, Druck im Magen……

Und nimm Dich dabei sanft und zart innerlich in den Arm. Gib Dir und Deinen Gefühlen all die liebevolle Aufmerksamkeit, die Du gerade so sehr brauchst. Lass all die Tränen aus Dir heraus bis Du Dich vollständig leer geweint hast.

Denn wenn Du diesen Gefühlen die Wertschätzung und Aufmerksamkeit schenkst, die sie brauchen, können sie sich verändern. Wenn Du durch diesen Schmerz hindurch gegangen bist, kannst Du wirkliche Veränderung zulassen und spüren. Der Schmerz wird leichter, der Kopf wird wieder frei und neue Gedanken können entstehen.

Nicht wahrgenommene Gefühle können Dich massiv schädigen

Verdrängst Du jedoch Deine traurigen, ängstlichen, wütenden Gedanken dauerhaft, können sie Dir ernsthaft schaden. Sie können Depressionen oder Burnout auf der seelischen Ebene auslösen oder Migräne, Magengeschwür oder Herzprobleme auf der körperlichen Ebene verursachen.

Sie werden alles versuchen, um von Dir wahrgenommen zu werden und die entsprechende Aufmerksamkeit zu erhalten.

Tue Dir selber einen Gefallen und gehe nicht den schweren Weg.

Gönne Dir diese Momente des Mitgefühls, schenke Deinen Gefühlen die so sehr gewünschte Aufmerksamkeit und erlaube Dir dadurch frei und lebendig zu sein.

Denn wenn Du Dir gelegentlich diese Zeiten des Fühlens gönnst, werden sich Deine Gefühle nicht mehr zu einem übergroßen Sumpf, der Dich zu verschlingen droht, aufstauen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dir  sanft und mitfühlend das Mitgefühl gönnst, dass Dir gut tut und

„gelegentlich ein Ströphchen heulst“

Deine Andrea Zimmermann

Du möchtest mehr über meine Arbeit gefallen, dann freue ich mich über einen Besuch auf meiner Seite www.phoenix-zimmermann.de.