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Hinter dem Schmerz findest Du Dich

Der Schmerz liegt wahrscheinlich schon lange tief in Dir.

Vielleicht schon so lange, dass Du Dich nicht mehr daran erinnern kannst, wie es sich ohne diesen Schmerz anfühlt.

Und dieser Schmerz hat sich wie eine Membran über all Deine wunderbaren Eigenschaften, Fähigkeiten und Dein Potential gelegt. Er sorgt dafür, dass Dein Blick auf Dich selber verzerrt ist und Du Dich selber nur durch einen grauen Schleier wahrnimmst.

Welchen Preis zahlst Du für das Festhalten an diesem Schmerz?

Ich habe diesen Schmerz früher wie eine Glasscheibe empfunden, die mich von meinen wirklichen Wünschen trennte. Die mich davon abhielt da draussen am wirklichen Leben teilzunehmen.

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Unter diesem Schmerz lag mein Lachen verborgen, meine Lebendigkeit, meine unglaubliche Lebensfreude, meine Albernheit, meine Kreativität, mein Staunen und dieses warme, sanfte Gefühl der Geborgenheit.

Tief in mir war ein kleines Fünkchen, dass ganz genau wusste, dass da so viel mehr ist und es gab Tage, die waren so dunkel, weil ich die Freude und Lebendigkeit  so sehr vermisste.

Ich wusste, sie sind da, aber ich konnte sie nicht erreichen.

Sicherlich kennst Du auch dieses Sehnen, diesen tiefen Wunsch in Dir, frei von diesem alten Schmerz zu sein und das in Deinem Leben zu verwirklichen, was eigentlich Deine Bestimmung ist.

Vielleicht hast Du auch schon unendlich oft versucht, dagegen an zu kämpfen, hast Dich angestrengt, um Dinge im Aussen zu verändern, um Dich endlich ganz zu fühlen. Um endlich bei Dir anzukommen.

Immer wieder von der Hoffnung getrieben, dass, wenn uns dies oder jenes gelingt, der Schmerz verschwindet und wir endlich frei, unbeschwert und glücklich leben können.

Wenn wir den einen Partner finden, der uns zeigt, wie liebenswert wir sind…. .

Wenn wir endlich unsere materiellen Ziele erreicht haben, womit wir beweisen können, wie wertvoll wir sind.

Wenn wir die nächste Karrierestufe erklommen haben und alle sehen wie gut wir sind.

Wenn wir endlich den gängigen Schönheitsidealen entsprechen und wir endlich als schön wahrgenommen werden.

Aber wahrscheinlich hast Du auch schon gemerkt, dass, egal wie sehr Du Dich bemühst, dieses Gefühl nicht schwindet. Das egal, was Du alles im Aussen veränderst, Du dieses Gefühl des Mangels nicht auf Dauer verändern kannst.

Hinter welchen Masken versuchst Du Deinen Schmerz zu verbergen?

Du hast womöglich genauso wie ich gelernt, diesen Schmerz hinter Deinen Masken und  hinter Handlungen zu verbergen, um diesen Schmerz nicht zu zeigen und noch wichtiger, nicht bewusst zu spüren.

Doch durch unsere Masken ziehen wir immer mehr der nicht gewollten Schmerzen in unser Leben.

Ich hatte mir die Maske der taffen Powerfrau zugelegt und hatte so sehr versucht meine Verletzlichkeit dahinter zu verbergen. Es gab Zeiten, in denen es mir recht gut gelang, mich selber von meiner eigenen Maske zu überzeugen. Bis eine aktuelle Situation wieder all den alten Schmerz auf die Bühne holte und mich mit all den altbekannten und vertrauten Gefühlen konfrontierte.

Doch ich wollte sie nicht fühlen, ich wollte mich nicht wieder machtlos ausgeliefert fühlen. Schließlich hatte ich mich so angestrengt um meine Lebensumstände zu verändern. Ich hatte so viel Energie und Kraft aufgewendet und in mir zeigte sich eine immense Wut.

„Verschwinde, lass mich endlich in Ruhe! Ich will Dich nicht mehr spüren! Ich will Dich nicht!!!

Doch desto mehr wir dagegen ankämpfen, desto mehr Macht bekommt dieser Schmerz über uns. Unser Fokus liegt unbewusst auf der Vermeidung dieser Gefühle aber er ist somit immer noch auf diesen Schmerz gerichtet.

Genauso wie wenn ich Dich bitte, nicht an einen blauen Elefanten zu denken. Du wirst es nicht vermeiden können, das Bild eines blauen Elefanten in Deinem Kopf zu haben.

Wie sehr verurteilst Du Dich für Deinen Schmerz?

Und jedesmal, wenn der Schmerz mich erwischte und sich dieses tiefe Gefühl der Unzulänglichkeit in mir breit machte, verurteilte ich mich und ergänzte dieses Gefühl noch durch Schuld- und Schamgefühle. Ich verlor mich in meinen Gefühlen und fand mich wieder in einem Meer aus Selbstverurteilung und Selbstmitleid.

Und so verlor ich mich immer und immer wieder……. .

Bis der Wunsch, hinter meiner Glasscheibe hervorzutreten so stark und mächtig wurde, dass ich begann mich meinen unerwünschten Gefühlen zu stellen.

Was braucht Dein Schmerz, um heilen zu können?

Ich hörte auf, meine Schmerzen analysieren zu wollen und beobachtete sie. Ich nahm sie wahr und gab ihnen Raum ohne mich darin zu verlieren.

Ich lernte ruhig zu werden und anzunehmen. Ich nahm wahr, wo sich in meinem Körper diese Gefühle bemerkbar machten und spürte hinein ohne zu bewerten oder zu urteilen. Ich lies es zu und dadurch bekam mein Schmerz die Möglichkeit zu heilen.

Ich lernte eine liebevolle und annehmende Haltung mir gegenüber einzunehmen.

Und so wurde meine „Glasscheibe“ immer durchlässiger. Ich begann wieder zu spüren, wieder zu sehen, wieder zu hören und konnte wieder lachen und mit Leichtigkeit mein Leben nach meinen Wünschen gestalten.

Wo ich früher meine Energie aufwendete, um mich zu schützen und unangenehme Gefühle zu vermeiden, war wieder Raum für Gestaltung und Kreativität.

Wie Du durch Deinen Schmerzen zu Dir finden kannst:

  • Gönne Dir so häufig wie möglich eine liebevolle, sanfte und achtsame Aufmerksamkeit
  • Schaffe Dir Zeit- und Raumoasen für Dich selber.
  • Analysiere Deine Schmerzen nicht, sondern beobachte sie und gib ihnen Raum.
  • Verliere Dich nicht in den alten Geschichten, die hinter Deinen Verletzungen stehen.
  • Habe keine Angst, vor den Gefühlen, sondern frage Dich: „Was macht dieser Schmerz mit mir?“, „Woran hindert mich dieser Schmerz?“, „Worauf will mich mein Schmerz aufmerksam machen?“
  • Dein Schmerz möchte verstanden und angenommen werden.
  • Beobachte Deinen Schmerz aber verliere Dich nicht in ihm .
  • Du kannst ihn Dir vorstellen, wie ein kleines Kind, dass sich verletzt hat. Nimm ihn behutsam in den Arm und schenke ihm deine Aufmerksamkeit.

Ich wünsche mir für Dich, dass Du hinter Deinen Schmerzen all Deine wunderbaren Seiten wieder zum Leuchten bringen kannst.

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Du möchtest mehr über meine Arbeit erfahren, dann freue ich mich über einen Besuch auf meiner Seite www.phoenix-zimmermann.de.

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Hinter dem Schmerz findest Du Dich

  1. Barbara J. Schoenfeld schreibt:

    Was für ein wundervoller Artikel, dankeschön dafür liebe Andrea,

    ich habe genau die gleiche Erfahrung gemacht, wenn ich den alten Schmerz endlich anschaue, zulasse, fühle, dann ist der Kampf fort. Dann endlich kann ich alles Gute im Leben zulassen…..dann geht das Leben so richtig los

    Herzliche Grüße
    Barbara

  2. Gabriele Valerius-Szöke schreibt:

    Liebe Andrea,

    wow, was für ein toller Artikel. Ich selbst kenne diese Situation auch und kann deinen Äußerungen nur zustimmen, anders wird man diesen Schmerz nicht los. Ich habe mittlerweile schon ganz gut Übung in diesen Dingen, dennoch passiert es mir hin und wieder immer noch, dass ich manchmal in ein sog. „schwarzes Loch“ falle.
    Somit, danke für diese Erinnerung.

    Herzlichst
    Gabi

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