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5 Schritte, wie Du Dich von Deinen Schuldgefühlen befreien kannst

Schuldgefühle – wir können dieses Konzept von Schuld so sehr verinnerlichen, dass es unser Denken, Fühlen und Handeln unbewusst so sehr beeinflusst, dass wir oft gar nicht mehr wahrnehmen, wie sehr es uns von unserer Kraft, unserer Lebensfreude und unserem wahren Potential fernhält.

Oft sind es die Empfindsamen, die Sensiblen, die Emphatischen, die so feine Antennen für die Gefühle der Anderen entwickelt haben, die sich immer wieder mit diesem so  belastenden Gefühl der Schuld konfrontiert sehen.

Die oft schon sehr früh die Verantwortung für das Empfinden ihrer Umwelt übernommen haben und sich schuldig fühlten für die Unzufriedenheit, den Ärger, den Schmerz der Anderen. Die die Ursache in ihrem eigenen Verhalten oder Sein gesehen haben und glaubten, es läge in ihrer Macht, die Befindlichkeit ihrer Umwelt zu verändern.

Man müsse sich nur noch mehr anstrengen, noch mehr den Ansprüchen der anderen entsprechen, noch besser, noch liebenswerter, noch perfekter werden. Dann würden unsere Mitmenschen zufrieden sein und uns das Gefühl der Wertschätzung und Anerkennung zukommen lassen.

Wir verlieren uns in den Bedürfnissen der anderen bzw. wir versuchen unsere Bedürfnisse nach Anerkennung und Wertschätzung dadurch zu erfüllen, indem wir uns ganz darauf konzentrieren, den Ansprüchen unserer Umwelt gerecht zu werden.

Schuld fußt auf der Überzeugung, nicht gut genug zu sein und der Angst, das dies von unserer Umwelt erkannt wird.

Wie sehr strengen wir uns an und bemühen uns, dieses Gefühl der Minderwertigkeit durch Leistung, gutes Aussehen oder Statussymbole zu verringern und glauben, wenn wir dies oder jenes erreicht haben, werden wir uns selbstbewusster und stärker fühlen.

Doch dann langt schon ein Blick, eine kleine Kritik oder ein Missgeschick und das altbekannte Gefühl wird wieder aktiviert.

Wird Dein Schuldgefühl aktiviert, rutschst Du automatisch in Dein Überlebensmodus und eine der folgenden Reaktionen wird ausgelöst:

  • flüchten (der Situation ausweichen)
  • kämpfen oder (sich noch mehr anstrengen)
  • tot stellen. (sich so wenig wie möglich sichtbar machen)

Alle drei Reaktionen sind nicht dafür geeignet, sich selbstbestimmt und aktiv für die eigenen Belange engagieren zu können. Du wirst fremdbestimmt und gibst das Zepter aus der Hand.

1.Erkenne, wenn Dein altbekanntes Schuldprogramm aktiviert wird.

Wahrscheinlich wirkt Deine Schuldprogramm schon sehr lange in Dir und häufig wirst Du es gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Daher achte bewusst darauf, wie sich diese Schuldgefühle in Dir auswirken.

Welchen Körpersymptome lösen sie aus?

Wird es eng an bestimmten Körperstellen? Wird Dir heiß? Bekommst Du ein rotes Gesicht?

Wenn Du bewusst darauf achtest, ist dies der erste Schritt, um achtsam damit umzugehen und nicht mehr unbewusst in die Schuldfalle zu tappen.

Welche altbekannten Gedanken werden aktiviert?

Wenn Du Dich schuldig fühlst, welche Gedanken werden ganz automatisch in Dir ausgelöst? Welche Sätze hörst Du in Dir?

Welche Gefühle steigen in Dir hoch?

Angst? Scham? Ärger? Spür einfach mal in Dich hinein.

Welche Handlungen werden automatisch ausgelöst, wenn Du Dich schuldig fühlst?

Sagst Du schnell zu, den Ansprüchen der anderen gerecht zu werden? Strengst Du Dich noch mehr an? Hälst Du Dich mit Deiner eigenen Meinung zurück? Was tust Du, um dieses Gefühl der Schuld zu kompensieren?

Beobachte Dich in Zukunft selber, ohne Dich zu verurteilen oder zu bewerten. Hilfreich ist der Satz:“ Ist ja interessant, was diese Situation jetzt in mir auslöst.

2.Gehe achtsam und liebevoll mit Dir selber um.

Kümmere Dich gut um Deine eigenen Bedürfnisse. Lerne, sie wahr zunehmen und schenke ihnen die entsprechende Beachtung.

Gerade wenn das Gefühl der Scham in Dir wirkt, dann gehe besonders achtsam und liebevoll mit Dir um. Sei Dir bewusst, dass Du Fehler machen darfst und dass dies zutiefst menschlich ist. Lerne, Dich nicht zu verurteilen, sondern gerade in schwierigen Momenten Dir selber die Wertschätzung, den Trost und die Aufmerksamkeit zu schenken, die Du jetzt gerade so dringend benötigst.

3.Vergleiche Dich nicht mit anderen.

Schuldgefühle werden häufig durch den Vergleich mit anderen hervor gerufen. Die anderen sind besser, sehen besser aus, sind erfolgreicher, beliebter….

Doch dadurch verlierst Du den Blick auf Deine eigenen wundervollen Seiten. Probier doch mal aus, den Blick wieder auf Dich zu lenken und Dir selber die Wertschätzung entgegen zu bringen für all die Dinge, die an Dir ganz wunderbar sind. Wenn Du Dir jetzt denkst, dass da keine oder kaum welche sind, dann schaue genauer hin. Denn glaube mir, da sind unendlich viele. Vielleicht magst Du ja auch mit einer Liste beginnen, in der Du all Deine schönen Seiten aufschreibst.

4. Setze Grenzen

Erkenne für Dich selber, welches Verhalten anderer nicht für Dich tragbar ist. Wodurch fühlst Du Dich verletzt oder abgewertet.

Mache Dir folgende Aspekte bewusst:

  • Ich habe die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen.
  • Ich bin genauso viel wert wie alle anderen Menschen auch.
  • Ich darf und sollte sogar meine Rechte behaupten.

Mache Dir bewusst, wenn jemand Deine Grenzen überschreitet, hast Du das Recht, zu sagen und zu zeigen, dass dies für Dich nicht in Ordnung ist.

Lerne die befreiende Wirkung des Wortes NEIN kennen. Menschen, die oft Schuldgefühle empfinden, tun sich häufig schwer damit, sich klar abzugrenzen, da sie befürchten, den anderen Menschen zurück zu stoßen. Doch dies kann man üben und nach und nach mehr Sicherheit dabei erlangen und immer mehr die dadurch erlangte neue Freiheit genießen.

5.Nimm nicht alles so furchtbar ernst

Versuche einfach mal eine entspanntere Haltung einzunehmen.

Wenn Du merkst, Du rutschst mal wieder in Deine gewohnte Schuldfalle, dann zucke mit den Schulter, schmunzle und frage Dich, „was ist denn schon schlimmes passiert?“

Bei uns in Bayern gibt es den in meinen Augen recht hilfreichen Spruch:

„Everybody’s Darling is everybody’s Depp“, also freu Dich doch einfach mal, wenn Du nicht der Darling bist.

Geh möglichst leicht an die Sache heran, beobachte Deine Reaktionen und verändere sie möglichst spielerisch. Probier Dich zuerst in kleinen Situationen aus und achte darauf, wie es sich anfühlt, wenn Du Dich nicht in Schuldgefühlen verlierst.

Als Reminder habe ich Dir 10 Affirmationen zusammen gestellt, die Dich immer wieder daran erinnern können, selbstbestimmt und wertschätzend mit Dir umzugehen. Klicke hier

Und Du kannst Dir auch mit dieser geführten Meditation etwas Gutes für Dein Selbstwertgefühl tun. Klicke hier

Ich wünsche mir für Dich, das Du immer öfters selbstbewusst für Deine Belange eintrittst und Deine Energie, Dein Potential und Deine Kraft immer weniger in Schuldgefühlen verlierst.

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Ganz herzliche Grüße

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

 

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