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Dein inneres Kind – Dein Schlüssel für ein glückliches Leben

Vor vielen Jahren habe ich für meine Abteilung mit meinem Chef eine Klausur über 2 Tage vorbereitet! Ich habe viel Zeit und Engagement investiert und der Coach wurde aufgrund meiner Empfehlung gebucht.

Die Klausur verlief sehr erfolgreich und am zweiten Tag machten wir eine Übung, in der es darum ging, neue Ideen vorzuschlagen, die unsere Arbeit weiter optimieren würde.

Auch ich machte einen Vorschlag, woraufhin mich mein Chef, mit dem ich mich ansonsten sehr gut verstand,  vor der versammelten Mannschaft auf eine sehr persönliche Art abkanzelte….

….mir blieb die Stimme weg, Tränen schoßen mir in die Augen (ich war heilfroh, dass wir im Freien waren und ich eine Sonnenbrille trug) und ich zog mich schnell auf die Toilette zurück…

… mit einem Mal war ich nicht mehr ich selber, nicht mehr die gutausgebildete, selbstbewusst auftretende Frau, sondern ein vier/fünf-jähriges Mädchen, das sich dachte:“Hey, das ist nicht fair. Das habe ich nicht verdient, nach all dem, was ich hier geleistet habe!“

Mein Chef hat mit seinen 2 Sätzen bei mir einen Knopf gedrückt und wie von Zauberhand schrumpfte ich, wurde immer kleiner und war nicht mehr in der Lage auf eine erwachsene und selbstbewusste Art zu reagieren.

Mit diesem sogenannten Knopfdruck hat er einen Teil meiner Persönlichkeit auf die Bühne gerufen, den wir alle in uns tragen.

Mein inneres Kind!

Unser inneres Kind kann wie in der oben beschriebenen Situation dafür sorgen, dass wir uns hilflos und unfähig fühlen. Das wir uns überfordert fühlen mit den Aufgaben der Erwachsenenwelt und das ist auch tatsächlich so. Denn wenn das innere Kind die Regie übernimmt, dann stehen uns nicht mehr die Ressourcen der Erwachsenen zur Verfügung. Dann ist unser Handlungsrepertoire auf das eines Kindes beschränkt.

Doch wodurch wird unser inneres Kind auf den Plan gerufen? Wodurch wird dieser besagte Knopf gedrückt?

Dann, wenn unbewusste Erinnerungen durch bestimmte Worte, Handlungen oder Situationen aktiviert werden, die unseren Erfahrungen als Kind entsprechen. Diese Erinnerungen lösen Gefühle in uns aus, die uns an Gefühle in unserer Kindheit erinnern.Und wenn dann das innere Kind die Kontrolle übernimmt, wird es auf die ihm gewohnte Weise reagieren.

Mein inneres Kind hat mit Rückzug reagiert. Es hat sich beschämt zurückgezogen. Doch innere Kinder können auf ganz unterschiedliche Weisen reagieren.

Eine meiner Mitarbeiterin reagiert jedes Mal, wenn sie sich nicht genügend wertgeschätzt fühlt, mit einem wütenden Trotzanfall. Es fehlt nur noch, dass sie mit dem Fuß aufstampft.

In meinen Seminaren erlebe ich

  • wütende innere Kinder, die auf den kleinsten, gefühlten Angriff mit vehemmenten Gegenangriffen reagieren. Sie schlagen schnell verbal um sich und versuchen sich auf diese Weise vor weiteren Verletzungen zu schützen.
  • vermeidende innere Kinder, die sich bemühen, Anfordernissen aus dem Weg zu gehen oder sie vor sich herzuschieben. Diese sind als Kinder häufig mit zu viel Verantwortung konfrontiert worden. Sahen sich Aufgaben gegenüber, denen sie nicht gewachsen sein konnten, die sich aber selber die Schuld für das nicht gelingen gaben. Zum Beispiel wenn Kinder sich für das Wohlbefinden der Eltern verantwortlich fühlen oder Aufgaben übertragen bekommen, für die sie eigentlich nicht verantwortlich sind, wie z.B. die Sicherheit der jüngeren Geschwister. Um diesem Gefühl der Überforderung zu entgehen, reagieren sie mit Aufschieberitis oder Vermeidung.
  • angepasste innere Kinder, die sich bemühen, es allen recht zu machen. Die nicht damit umgehen können, wenn sie den Bedürfnissen ihrer Umwelt nicht gerecht werden. Die ihre eigenen Bedürfnisse nicht oder kaum wahrnehmen oder diese als nicht relevant betrachten.
  • resignierte innere Kinder, die sich in ihr Schicksal ergeben, weil sie erlebt haben, was auch immer sie tun, es führt nicht zu den gewünschten Resultaten. Diese inneren Kinder ertragen Situationen ohne dagegen aufzubegehren und suchen nicht mehr nach Lösungen.
  • innere Kinder, die sich ständig in Mangelsituationen wiederfinden, denn sie haben nicht erlebt, dass ihre Bedürfnisse anerkannt wurden und die nicht die Erfahrung machten, dass sie ein Anrecht darauf haben, dass ihre Bedürfnisse befriedigt werden.
  • innere Kinder, die ständig die Verantwortung übernehmen für die Gefühle und Befindlichkeiten ihrer Umwelt. Diese inneren Kinder führen das Erleben ihrer Umwelt auf ihr eigenes Verhalten zurück. Sie scannen ständig ihre Umgebung und nehmen Reaktionen stets persönlich. Die Aufmerksamkeit ist nach aussen gerichtet.
  • innere Kinder, die ständig darum bemüht sind, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sich damit versichern, gesehen und beachtet zu werden.
  • innere Kinder, die versuchen, sich unsichtbar zu machen um möglichst wenig aufzufallen und so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.
  • innere Kinder, die sich so sehr darum bemühen, geliebt zu werden und sehr viel dafür in Kauf nehmen und sehr viel dafür tun.

Wenn das Kind in seiner Kindheit zu viel Verantwortung übernommen hat und zu wenig Schutz, Sicherheit, Aufmerksamkeit und Liebe erhalten hat, dann werden diese kindlichen Anteile auch noch im Erwachsenenalter die Verantwortung übernehmen. Dann wird es in den entsprechenden Situationen das Ruder in die Hand nehmen und versuchen, die Situation mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu lösen.

Doch das ist nicht seine Aufgabe! Was das innere Kind braucht, ist einen Erwachsenen, der ihm sagt:

„Ich bin für Dich da und passe auf Dich auf. Hier bei mir bist Du sicher und geborgen. Ich kümmere mich um diese Aufgabe. Das brauchst Du nicht zu tun!“

Dein inneres Kind braucht Deine Aufmerksamkeit. Es benötigt jetzt das Gefühl, bei Dir sicher und geborgen zu sein. Denn Du kannst heute Deinem inneren Kind all das geben, was Du in Deiner Kindheit so schmerzlich vermisst hast.

Desto geborgener und sicherer sich Dein inneres Kind fühlt, desto stärker und sicherer wirst Du Dich fühlen. Wenn Dein inneres Kind sich glücklich und zufrieden fühlt, dann wirst auch Du voller Kraft, Freude, Zuversicht und Lebensfreude sein.

Deine bisher verinnerlichten Überzeugungen und Glaubenssätze werden sich verändern und Du wirst Zugang zu Deinem tatsächlichen Potential finden.

Dein inneres Kind kann Dir das größte Geschenk machen:

Wahre Selbstliebe!

Wenn Du Deinem inneren Kind mit Sanfheit, Wärme, Liebe und Verständnis begegnest, wird es Dir immer mehr Vertrauen schenken und alte Wunde können endlich heilen.

Ein Lied, dass ich sehr mag und das Dich vielleicht auf eine spielerische Art dabei unterstützt, Deinem inneren Kind die Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln, die es braucht, ist von Matthias Schweighöfer. Du findest es hier :-)

Wenn Du beginnen möchtest, Deinem inneren Kind mehr Aufmerksamkeit zu schenken, kannst Du Dir hier gerne meine 5 Übungen für Dein inneres Kind holen. Klicke bitte hier.

Und wenn Du Dich wirklich umfassend um Dein inneres Kind kümmern möchtest,

  • einen guten Kontakt zu ihm herstellen möchtest
  • Vertrauen aufbauen willst
  • seine Bedürfnisse wahrnehmen möchtest
  • ihm Geborgenheit und Sicherheit geben möchtest
  • es gut versorgt wissen möchtest, wenn Du beschäftigst bist und
  • mit ihm Spaß haben möchtest und Dich frei und unbeschwert fühlen möchtest

dann klicke hier für meinen Onlinekurs „Hallo Kleines, ich bin jetzt da für Dich!“

Onlinekurs inneres Kind

Vielleicht hilft Dir dieser Artikel auch dabei zu sehen, wenn Du auf ein anderes inners, verletztes Kind triffst. Vielleicht kannst Du dann das eine oder andere Mal mit Verständnis reagieren und Deinem Gegenüber signalisieren, dass von Dir keine Gefahr ausgeht.

Ich wünsche Dir viele innige, liebevolle Momente mit Deinem inneren Kind.

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

 

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