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Dein inneres Kind – Dein Schlüssel für ein glückliches Leben

Vor vielen Jahren habe ich für meine Abteilung mit meinem Chef eine Klausur über 2 Tage vorbereitet! Ich habe viel Zeit und Engagement investiert und der Coach wurde aufgrund meiner Empfehlung gebucht.

Die Klausur verlief sehr erfolgreich und am zweiten Tag machten wir eine Übung, in der es darum ging, neue Ideen vorzuschlagen, die unsere Arbeit weiter optimieren würde.

Auch ich machte einen Vorschlag, woraufhin mich mein Chef, mit dem ich mich ansonsten sehr gut verstand,  vor der versammelten Mannschaft auf eine sehr persönliche Art abkanzelte….

….mir blieb die Stimme weg, Tränen schoßen mir in die Augen (ich war heilfroh, dass wir im Freien waren und ich eine Sonnenbrille trug) und ich zog mich schnell auf die Toilette zurück…

… mit einem Mal war ich nicht mehr ich selber, nicht mehr die gutausgebildete, selbstbewusst auftretende Frau, sondern ein vier/fünf-jähriges Mädchen, das sich dachte:“Hey, das ist nicht fair. Das habe ich nicht verdient, nach all dem, was ich hier geleistet habe!“

Mein Chef hat mit seinen 2 Sätzen bei mir einen Knopf gedrückt und wie von Zauberhand schrumpfte ich, wurde immer kleiner und war nicht mehr in der Lage auf eine erwachsene und selbstbewusste Art zu reagieren.

Mit diesem sogenannten Knopfdruck hat er einen Teil meiner Persönlichkeit auf die Bühne gerufen, den wir alle in uns tragen.

Mein inneres Kind!

Unser inneres Kind kann wie in der oben beschriebenen Situation dafür sorgen, dass wir uns hilflos und unfähig fühlen. Das wir uns überfordert fühlen mit den Aufgaben der Erwachsenenwelt und das ist auch tatsächlich so. Denn wenn das innere Kind die Regie übernimmt, dann stehen uns nicht mehr die Ressourcen der Erwachsenen zur Verfügung. Dann ist unser Handlungsrepertoire auf das eines Kindes beschränkt.

Doch wodurch wird unser inneres Kind auf den Plan gerufen? Wodurch wird dieser besagte Knopf gedrückt?

Dann, wenn unbewusste Erinnerungen durch bestimmte Worte, Handlungen oder Situationen aktiviert werden, die unseren Erfahrungen als Kind entsprechen. Diese Erinnerungen lösen Gefühle in uns aus, die uns an Gefühle in unserer Kindheit erinnern.Und wenn dann das innere Kind die Kontrolle übernimmt, wird es auf die ihm gewohnte Weise reagieren.

Mein inneres Kind hat mit Rückzug reagiert. Es hat sich beschämt zurückgezogen. Doch innere Kinder können auf ganz unterschiedliche Weisen reagieren.

Eine meiner Mitarbeiterin reagiert jedes Mal, wenn sie sich nicht genügend wertgeschätzt fühlt, mit einem wütenden Trotzanfall. Es fehlt nur noch, dass sie mit dem Fuß aufstampft.

In meinen Seminaren erlebe ich

  • wütende innere Kinder, die auf den kleinsten, gefühlten Angriff mit vehemmenten Gegenangriffen reagieren. Sie schlagen schnell verbal um sich und versuchen sich auf diese Weise vor weiteren Verletzungen zu schützen.
  • vermeidende innere Kinder, die sich bemühen, Anfordernissen aus dem Weg zu gehen oder sie vor sich herzuschieben. Diese sind als Kinder häufig mit zu viel Verantwortung konfrontiert worden. Sahen sich Aufgaben gegenüber, denen sie nicht gewachsen sein konnten, die sich aber selber die Schuld für das nicht gelingen gaben. Zum Beispiel wenn Kinder sich für das Wohlbefinden der Eltern verantwortlich fühlen oder Aufgaben übertragen bekommen, für die sie eigentlich nicht verantwortlich sind, wie z.B. die Sicherheit der jüngeren Geschwister. Um diesem Gefühl der Überforderung zu entgehen, reagieren sie mit Aufschieberitis oder Vermeidung.
  • angepasste innere Kinder, die sich bemühen, es allen recht zu machen. Die nicht damit umgehen können, wenn sie den Bedürfnissen ihrer Umwelt nicht gerecht werden. Die ihre eigenen Bedürfnisse nicht oder kaum wahrnehmen oder diese als nicht relevant betrachten.
  • resignierte innere Kinder, die sich in ihr Schicksal ergeben, weil sie erlebt haben, was auch immer sie tun, es führt nicht zu den gewünschten Resultaten. Diese inneren Kinder ertragen Situationen ohne dagegen aufzubegehren und suchen nicht mehr nach Lösungen.
  • innere Kinder, die sich ständig in Mangelsituationen wiederfinden, denn sie haben nicht erlebt, dass ihre Bedürfnisse anerkannt wurden und die nicht die Erfahrung machten, dass sie ein Anrecht darauf haben, dass ihre Bedürfnisse befriedigt werden.
  • innere Kinder, die ständig die Verantwortung übernehmen für die Gefühle und Befindlichkeiten ihrer Umwelt. Diese inneren Kinder führen das Erleben ihrer Umwelt auf ihr eigenes Verhalten zurück. Sie scannen ständig ihre Umgebung und nehmen Reaktionen stets persönlich. Die Aufmerksamkeit ist nach aussen gerichtet.
  • innere Kinder, die ständig darum bemüht sind, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sich damit versichern, gesehen und beachtet zu werden.
  • innere Kinder, die versuchen, sich unsichtbar zu machen um möglichst wenig aufzufallen und so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.
  • innere Kinder, die sich so sehr darum bemühen, geliebt zu werden und sehr viel dafür in Kauf nehmen und sehr viel dafür tun.

Wenn das Kind in seiner Kindheit zu viel Verantwortung übernommen hat und zu wenig Schutz, Sicherheit, Aufmerksamkeit und Liebe erhalten hat, dann werden diese kindlichen Anteile auch noch im Erwachsenenalter die Verantwortung übernehmen. Dann wird es in den entsprechenden Situationen das Ruder in die Hand nehmen und versuchen, die Situation mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu lösen.

Doch das ist nicht seine Aufgabe! Was das innere Kind braucht, ist einen Erwachsenen, der ihm sagt:

„Ich bin für Dich da und passe auf Dich auf. Hier bei mir bist Du sicher und geborgen. Ich kümmere mich um diese Aufgabe. Das brauchst Du nicht zu tun!“

Dein inneres Kind braucht Deine Aufmerksamkeit. Es benötigt jetzt das Gefühl, bei Dir sicher und geborgen zu sein. Denn Du kannst heute Deinem inneren Kind all das geben, was Du in Deiner Kindheit so schmerzlich vermisst hast.

Desto geborgener und sicherer sich Dein inneres Kind fühlt, desto stärker und sicherer wirst Du Dich fühlen. Wenn Dein inneres Kind sich glücklich und zufrieden fühlt, dann wirst auch Du voller Kraft, Freude, Zuversicht und Lebensfreude sein.

Deine bisher verinnerlichten Überzeugungen und Glaubenssätze werden sich verändern und Du wirst Zugang zu Deinem tatsächlichen Potential finden.

Dein inneres Kind kann Dir das größte Geschenk machen:

Wahre Selbstliebe!

Wenn Du Deinem inneren Kind mit Sanfheit, Wärme, Liebe und Verständnis begegnest, wird es Dir immer mehr Vertrauen schenken und alte Wunde können endlich heilen.

Ein Lied, dass ich sehr mag und das Dich vielleicht auf eine spielerische Art dabei unterstützt, Deinem inneren Kind die Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln, die es braucht, ist von Matthias Schweighöfer. Du findest es hier :-)

Wenn Du beginnen möchtest, Deinem inneren Kind mehr Aufmerksamkeit zu schenken, kannst Du Dir hier gerne meine 5 Übungen für Dein inneres Kind holen. Klicke bitte hier.

Und wenn Du Dich wirklich umfassend um Dein inneres Kind kümmern möchtest,

  • einen guten Kontakt zu ihm herstellen möchtest
  • Vertrauen aufbauen willst
  • seine Bedürfnisse wahrnehmen möchtest
  • ihm Geborgenheit und Sicherheit geben möchtest
  • es gut versorgt wissen möchtest, wenn Du beschäftigst bist und
  • mit ihm Spaß haben möchtest und Dich frei und unbeschwert fühlen möchtest

dann klicke hier für meinen Onlinekurs „Hallo Kleines, ich bin jetzt da für Dich!“

Onlinekurs inneres Kind

Vielleicht hilft Dir dieser Artikel auch dabei zu sehen, wenn Du auf ein anderes inners, verletztes Kind triffst. Vielleicht kannst Du dann das eine oder andere Mal mit Verständnis reagieren und Deinem Gegenüber signalisieren, dass von Dir keine Gefahr ausgeht.

Ich wünsche Dir viele innige, liebevolle Momente mit Deinem inneren Kind.

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

 

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Warum Veränderungen so schwer sind

Wieso sind Veränderungen so verdammt schwer?

Wieso wünschen wir uns, bestimmte Bereiche in unserem Leben zu verändern, um erfolgreicher, glücklicher und zufriedener zu sein und warum gelingt es uns so oft nicht?

Oh ja, tief in uns, da wissen wir, dass so viel mehr möglich ist! Da sitzt diese Sehnsucht in uns, die sich immer wieder bemerkbar macht und die uns in bestimmten Momenten spüren lässt, dass wir so viel mehr sind,als wir in unserer derzeitigen Realität erleben!

Und wir denken uns, ok, jetzt drehen wir unser Leben, ab jetzt wird alles anders! Heute, genau heute fängt mein neues Leben an……..
Vielleicht motiviert uns unsere Begeisterung auch noch ein, zwei Tage und wir schmieden eifrig Pläne, sehen unsere Ziele in den schillerndsten Farben vor uns, fühlen uns voller Power und Vorfreude……

Und dann?

Dann setzen sich wieder unsere bisherigen Gewohnheiten durch. Dann denken, handeln und fühlen wir wieder so wie bisher

und nichts hat sich geändert!

Doch woran liegt das? Wieso verpufft all unsere wunderbare Energie ins scheinbare Nirgendwo?

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren Erklärungen dafür gefunden.

Zum einen sind unsere neuronalen Netzwerke dafür verantwortlich. Wir haben von Beginn an entsprechend unserer Erfahrungen neuronale Verbindungen geknüpft.
Haben wir schon sehr früh unsere Erfahrungen dementsprechend interpretiert, dass wir uns sagten, „ich bin nicht gut genug!“ oder „ich bin nicht liebenswert!“ haben wir in unserem Gehirn entsprechende neuronale Vernetzungen aufgebaut.

Und genau diese Überzeugungen sehen wir dann immer wieder in unserem Leben bestätigt!

Denn unser Gehirn ist in der Lage jede Sekunde etwa 400 Milliarden Informationsbits zu verarbeiten, allerdings nur 2000 bewusst. Bis Du jetzt den nächsten Satz liest, wird Deine bewusste Wahrnehmung sicherlich nicht darauf ausgerichtet sein, wie sich der Boden unter Deinen Füßen anfühlt. In dem Moment, in dem Du diesen Satz gelesen hast, wird Deine Aufmerksamkeit mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zu Deinen Füßen gelenkt worden sein.

Genauso nimmst Du unglaublich viele Eindrücke um Dich herum nicht bewusst wahr, wie die Lufttemperatur, das Brummen des Kühlschranks, die Lichtreflexion neben Dir auf dem Tisch, denn ansonsten würde Dein System innerhalb kürzester Zeit „durchbrennen“ aufgrund zu vieler Informationen gleichzeitig.

Wie wird entschieden, welche 2000 Bits wir bewusst wahrnehmen?

Aufgrund Deiner bisherigen Erfahrungen hast Du entsprechende Filter entwickelt, die darüber entscheiden, welche Informationen für Dich notwendig und wichtig sind. Dein Gehirn ist evolutionär erstmal auf das Überleben ausgerichtet. Also werden Deine Filter so eingestellt sein, dass sie sich auf mögliche Gefahren ausrichtet, vor denen Du glaubst, Dich schützen zu müssen.
Und sie werden Dir immer wieder das bestätigen und zeigen, was Du tief in Dir bisher verankert hast. Deine Wahrnehmung bestätigt Dir die Richtigkeit Deiner Gedanken.

Jedoch ist das so, als ob Du eine Brille trägst, welche Dir aufgrund Deiner bisherigen Überzeugungen genau die Welt zeigt, die diesen entspricht.

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Und jeder Gedanke, der den bisherigen entspricht, verstärkt das neuronale Netzwerk und sorgt dafür, dass Du automatisch immer wieder mit denselben Gedanken, Gefühlen und Handlungen reagierst.

Ausserdem löst in Deinem Gehirn jeder Gedanke chemische Stoffe aus, die in Deinem Körper die entsprechenden Gefühle auslösen. Der Körper hat sich an diese chemischen Stoffe gewohnt, sie fühlen sich für ihn vertraut an. Selbst wenn Du die dazu gehörigen Gefühle als unangenehm empfindest und sie verändern möchtest.

Was passiert, wenn Du plötzlich beginnst, anders zu denken, zu fühlen und zu handeln?

Deinem Körper fehlen die entsprechenden chemischen Stoffe, die er gewohnt ist, zu erhalten. Du wirst Dich unwohl fühlen, bist sozusagen auf Entzug. Und Dein Körper wird Dir sagen:“Hey, hier stimmt was nicht. Wo ist mein gewohntes Gefühl, wo ist mein Unglücklichsein, was soll denn hier diese Lebensfreude? Wo sind meine entsprechenden Stoffe?“

Und kaum denkst Du wieder Deine bisher gewohnten Gedanken, stellt sich das vertraute Gefühl wieder ein. Das fühlt sich ein bißchen an wie nach Hause kommen. Die Welt ist wieder so, wie wir sie kennen, auch wenn das bedeutet, dass sie nach wie vor etwas grau und unbefriedigend ist.

Wenn Du Dir wirklich Veränderungen wünschst, dann ist es notwendig, über Deine bisherige Realität hinaus zu denken und zu fühlen. Es ist notwendig, solange neue Gedanken zu denken und die neuen Gefühle zuzulassen, bis Dein Körper sich daran gewöhnt hat. Wenn man dies konsequent durchführt, braucht man ca. 21 Tage um neue Vernetzung aufzubauen.

Denn aus Deinen bisherigen Denkmustern und den daraus resultierenden Gefühlen und Handlungen ist eine entsprechende Geisteshaltung entstanden. Und diese Geisteshaltung ist verantwortlich für die Realität, die Du in Deinem Leben immer wieder auf´s Neue verursachst.

Diese Geisteshaltung entspricht Deinem jetzigen SEIN. Und Dein SEIN ist verantwortlich für die Ergebnisse in Deinem Leben.

Sich eine Veränderung in seinem Leben zu wünschen, ist leider nicht ausreichend. Und auch nicht, sich wie wild für die entsprechenden Veränderungen abzumühen und sich anzustrengen kann nichts verändern, solange man die entsprechende Geisteshaltung verinnerlicht hat.

Doch wenn Du Dein innere Haltung veränderst und beginnst, entsprechend zu denken und zu fühlen als würdest Du bereits das gewünschte Leben führen, dann werden sich auch wirklich die Veränderungen einstellen, die Du Dir wünschst.

Deine Wahrnehmungsfilter werden sich verändern und mit einem Mal hast Du das Gefühl, die Welt um Dich herum hat sich verändert. Und mit einem Mal werden Dinge geschehen, die Du vielleicht als Wunder bezeichnen würdest, die aber nur die konsequente Entsprechung Deines neuen SEINS bedeuten.

Und dann beginnt es richtig Spaß zu machen!

Hier 7 Punkte, um die ersten Schritte zu Deinem neuen Selbst zu gehen:
  1. Werde Dir klar darüber, was Du wirklich willst.
  2. Triff eine klare Entscheidung für Dich.
  3. Identifiziere Deine bisherige Geisteshaltung, Deine Gedanken, Gefühle und Handlungen.
  4. Mache sie Dir in Deinem Alltag immer wieder bewusst und stoppe sie.
  5. Überlege Dir, welche Gedanken Du denken würdest, wenn Du bereits Dein neues Selbst wärst.
  6. Setze Dir Reminders, die Dich immer wieder bewusst an Dein neues Sein erinnern.
  7. Bleibe so lange dabei, bis sich Deine neuen Denkmuster etabliert haben.

Wenn Du intensiver damit arbeiten möchtest, kannst Du Dir hier meine 15 Fragen für Dich holen. Klicke hier.

Und wenn Du es wirklich ernst meinst, dann unterstütze ich Dich sehr gerne mit meinem Onlinkurs „TIME FOR CHANGE!“, in dem es genau darum geht, in 30 Tagen ein neues Selbst zu entwickeln und zu verinnerlichen, damit Du die Resultate in Deinem Leben bewirkst, die Du auch wirklich willst. Klicke hier.

Ganz herzliche Grüße

Deine Andrea Zimmermann

 

 

 

 

 

 

 

 

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Warum blaue Flecken zum Erfolg dazu gehören!

„Wenn jemand nicht selbst mitten in der Arena steht und riskiert, sich blaue Flecken zu holen, bin ich persönlich an seinem Feedback nicht interessiert!“

Ein wunderbarer Satz der US-Autorin Brené Brown.

Brené Brown hat über viele Jahre zu den Themen Scham, Verletzlichkeit und Mut geforscht.

Mich motiviert dieser Satz sehr, denn ich kann gar nicht anders als immer wieder in die Arena zu gehen. Meinen Mund aufzumachen und meine Meinung zu sagen, auch wenn sie nicht populär ist und mir auch schon oft genug geschadet hat. Meine Grenzen immer wieder weiter zu stecken und mich hinaus zu wagen.

Und ich habe mir dabei schon so manche „blaue Flecken“, wie Brené Brown die Verletzungen nennt, geholt.

Ich habe Dinge getan, die nicht wirklich klug waren bzw. deren Erfolg nicht wirklich vorhersehbar waren. Und mit manchen Dingen bin ich auch gescheitert. Doch ich habe auch Erfolge erlebt, die darauf zurückzuführen waren, dass ich nicht außerhalb der Arena geblieben bin. Das ich mich getraut habe, obwohl ich mir nicht sicher war. Obwohl auch Angst oder zumindest Befürchtungen mit im Spiel waren. Doch die Neugier war größer! Die Neugier, zu sehen, ob es tatsächlich so funktionieren kann, wie ich es mir vorstelle. Und der Wunsch, zu zeigen, dass immer noch mehr geht. Das Grenzen dafür da sind, sie zu überwinden.

Und ja, ich musste mich der Kritik stellen, wenn etwas nicht geklappt hat. Ich musste bestimmte Schritte überdenken und nachbessern.

Doch habe ich mir damals die Kritik derer zu sehr zu Herzen genommen, die ausserhalb der Arena gestanden haben. Die mir von ihrer sicheren Position aus erklärt haben, wie es besser gehen würde und was ich statt dessen tun sollte. Und ja, sie haben mich zeitweise ausgebremst und mich ins Zweifeln gebracht

Außerhalb der Arena zu stehen und es besser zu wissen ist so einfach.

Ein sehr schönes Beispiel sind hierfür aktuell die olympischen Spiele in Rio. Ich bewundere all diese Athleten so sehr, denn ich weiß, wieviel Anstrengung, Disziplin und wieviel Willenskraft dazu gehört, um sich hier mit den besten Sportlern der Welt messen zu können.

Mich berühren die Tränen eines Philip Heintz, der im Lagenfinale zwar die deutsche Bestzeit geschwommen ist, aber „nur“ Platz 6 belegt hat. Dessen großer Traum es seit so langer Zeit war eine olympische Medaille zu gewinnen. Der so viel investiert hat in diesen Traum und nun erstmal gescheitert ist. Der sich nicht scheute, seine Enttäuschung öffentlich zu zeigen und zu seinen „blauen Flecken“ stand. Doch sicherlich wird er weiter machen und sich seine Medaille in 4 Jahren holen. Zumindestens wünsche ich ihm das von ganzem Herzen.

Mein 16-jähriger Sohn ist Leistungsschwimmer und hat dieses Jahr die bayerischen Jahrgangsmeisterschaften gewonnen. In 8 Jahren möchte auch er an den olympischen Spielen teilnehmen. Doch um dies zu erreichen, gehört es dazu, 9x die Woche zu trainieren, d.h. auch morgens schon um 5.45 Uhr vor der Schule ins Becken zu springen und 1 1/2 Stunden seine Bahnen zu ziehen. Es gehört dazu, immer wieder auf ein Neues seine eigenen Leistungsgrenzen zu überwinden. Beim Schwimmen spricht man von der sogenannten „Kotzgrenze“, d.h. dann wenn Du eigentlich nicht mehr kannst, weiter zu machen. Auch dann, wenn Du eigentlich keine Lust hast, ins Training zu gehen und jedes Training so zu schwimmen, als ob es das wichtigste Training Deiner Laufbahn wäre. Und das alles ohne eine Garantie zu haben, dass sich all das auch auszahlt. Ohne zu wissen, ob nicht bei den entscheidenden Wettkämpfen die entsprechenden Zehntelsekunden fehlen werden.

Und dann gibt es da die anderen, die gemütlich auf der Couch sitzen und die Bemühungen der Sportler kommentieren. Die urteilen, kommentieren und jede Menge Ratschläge haben, wie es besser gehen würde.

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, was das mit Dir zu tun hat.

Auch außerhalb des Leistungssports begegnen uns immer wieder Menschen, die sich nicht in die Arena wagen und kein Risiko eingehen, aber sehr gut wissen, wie es eigentlich gehen würde. Die sich entspannt in die 2. Reihe zurückziehen und die entsprechende Verantwortung von sich weisen.

Diese Menschen sind sehr gut darin, Bedenken zu äußern, warum etwas nicht klappen wird oder Gründe zu finden, warum Deine Ziele nicht realistisch sind.

Erfolgreiche Menschen ziehen Menschen an, die es theoretisch besser wissen

Menschen, die sich auf etwas Neues konzentrieren, die neue Wege einschlagen oder sich mutig aus ihrer Komfortzone heraus wagen, werden fast immer mit diesen Kommentaren aus der 2. Reihe behelligt.

Doch wie sehr wir uns von diesen Menschen beeinflussen lassen, liegt an uns. Wieviel Raum geben wir Menschen, die selbst dieses Risiko scheuen und nicht den Mut aufbringen, sich dem möglichen Scheitern zu stellen. Die nicht die Gefahr in Kauf nehmen, sich blaue Flecken zu holen, die nicht bereit sind über die sogenannte „Kotzgrenze“ zu gehen.

Denn Erfolge geschehen dann, wenn wir uns unsere Ängste uns Zweifel ansehen und trotzdem weiter machen. Wenn wir dann, wenn wir eigentlich das Gefühl haben, am Ende zu sein, uns motivieren und den nächsten Schritt machen. Wenn wir trotz der Zweifel diesem Funken in uns, der uns immer wieder sagt, „Du schaffst das!“ Raum geben und ihm vertrauen.

  • Wenn Du blaue Flecken hast, dann nimm Dir die Zeit und lass sie heilen.                                   (Wenn Deine Zweifel gerade zu viel Raum einnehmen, hilft Dir meine Meditation „Licht und Schatten“ aus meinem Onlinekurs „TIME FOR CHANGE“.            Klicke hier um sie zu erhalten.
  • Wenn Du gescheitert bist, überprüfe Dein Mindset und arbeite an Deinen verinnerlichten Überzeugungen, so dass sie mit Deinen Zielen übereinstimmen.
  • Hole Dir Rat bei den Menschen, die Deine Ziele bereits erreicht haben.
  • Entwickle eine Vision, die so bunt und schillernd ist, dass sie Dich magisch anzieht.
  • Entwickle wenn nötig, dass entsprechende Selbstbewusstsein, um Deine Ziele zu erreichen. (hier findest Du 5 Tipps von mir, um Dein Selbstbewusstsein zu stärken)
  • Verurteile Dich nie für Deine Fehler sondern sehe sie als Chance, Deine Möglichkeiten weiter zu optimieren.
  • Gestatte niemanden, Deine Ziele und Wünsche abzuwerten.

Verliebe Dich in Deine Wünsche und Ziele und schenke Ihnen Deine ganze Aufmerksamkeit, denn es ist Dein Leben, es sind Deine blauen Flecken und es sind Deine Erfolge. All das gehört zu Dir und macht Dich zu dem einzigartigen Menschen, der Du bist.

Deine Andrea Zimmermann

P.S. Wenn Du mehr über meine Arbeit erfahren möchtest, freue ich mich über einen Besuch auf meiner Seite www.phoenix-zimmermann.de